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Was sind die 5 Lateintänze?

Samba

Die Samba ist ein lateinamerikanischer Tanz im 2/4- oder 4/4-Takt mit ca. 54 Takten in der Minute.
Sie stammt in ihrer stationären Grundform aus Brasilien (Karnevalstanz mit vielen Variationen).
In Europa wurde die Samba zu einem variationsreichen Turniertanz entwickelt und ist seit 1959 fester Bestandteil im Turnierprogramm.
Die charakteristischen Bewegungen in der Samba sind Schritte im Zickzack-Muster und die "Sambarolle", die als eine von sehr wenigen Lateinfiguren mit engem Körperkontakt getanzt wird.
Eine gut getanzte Samba bringt dynamische Lebenslust zum Ausdruck.


Cha-Cha-Cha
Der Cha-Cha-Cha ist ein lateinamerikanischer Tanz im 4/4-Takt mit 32 Takten in der Minute.
Er stammt ursprünglich aus Kuba und wurde bereits Mitte der 50er-Jahre in Deutschland eingeführt.
Während die Rumba ein glühendes Liebeswerben repräsentiert, ist dieses beim Cha-Cha-Cha kokett, frech und keck. Im Cha-Cha-Cha werden Munterkeit, Flirten mit dem Partner und ein wenig Übermut zum Ausdruck gebracht, der auch das Publikum in seinen Bann zieht.
Da im Gegensatz zur Rumba weniger Dialog zwischen den Partnern stattfindet, sind die Bewegungen synchroner und paralleler.
Der Cha-Cha-Cha ist ein sehr beliebter Tanz, dessen Rhythmus in vielen Pop-Songs zur Anwendung kommt.
1962 wurde er erstmals zur Deutschen Lateinmeisterschaft in Stuttgart in das offizielle Turnierprogramm aufgenommen.


Rumba
Die (bzw. der) Rumba ist ein Tanz im 4/4-Takt mit 28 Takten in der Minute.
Sie stammt aus dem Mambo-Bolero und ist mit der Habanera verwandt.
Die Rumba ist ein afrokubanischer Werbungstanz. Die Dame schwankt zwischen Hingabe und Flucht, der Herr zwischen Zuneigung und Selbstherrlichkeit.
Während der Cha-Cha-Cha noch das Spiel zwischen den Geschlechtern verdeutlicht, verdrängt die Rumba dieses zugunsten einer sich langsam aufbauenden Erotik. Der langsame, sinnliche Rhythmus unterstützt dies mit allen Mitteln der Musik.
Die Rumba ist der Klassiker unter den Lateintänzen und erfordert Ausdruckskraft mit sparsamen Mitteln. Ausgeprägte Partnerbeziehungen charakterisieren die Rumba genauso wie abwechselnd synchrone/asynchrone und langsame/schnelle Bewegungen.
Seit 1932 ist die Rumba Turniertanz.


Paso Doble
Wenn mich die Tanzsportler heute auch zu den lateinamerikanischen Tänzen rechnen, so stamme ich doch aus Spanien, was an meinen Figuren unschwer zu erkennen ist.
Meine Bewegungen entstammen denen eines Toreros und seiner Capa beim Stierkampf.
Heißblütig also, scharf beobachtend, mit genauen Bewegungen dem Torero nachempfunden.


Jive
Der Jive ist ein lateinamerikanischer Tanz im 4/4-Takt mit 44 Takten in der Minute.
Er ist der afroamerikanische Tanz schlechthin.
In den amerikanischen Südstaaten verschmolzen schon vor der Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts weiße und schwarze Traditionen in der Musik wie in der Bewegung; daraus entstand der "Jitterburg" (zu deutsch: "Zitterwanze"), den US-Soldaten um 1940 in London populär machten.
Die Paarbeziehung gibt es hier wie in der Rumba, aber was hier getanzt wird, ist weniger Erotik, als mehr pure Dynamik; ein Feuerwerk der Füße.
Mit Elementen des Rock'n Roll gepaart, ist er der wohl anstrengendste Tanz unter den Lateintänzen. Er wird daher auf Turnieren kürzer, als die anderen Lateintänze getanzt.
Der Jive ist erst 1976 in das internationale Turnierprogramm aufgenommen worden.

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